Obwohl die ADPKD schon in der frühen Kindheit zum chronischen Nierenversagen führen kann, geschieht dies normalerweise erst im fortgeschrittenen Erwachsenalter und im höheren Lebensalter.
Nach neuesten Schätzungen beträgt die Wahrscheinlichkeit im Laufe der Erkrankung dialysepflichtig zu werden weniger als 2 Prozent bei unter 40jährigen, 20 bis 25 Prozent bis zum 50. Lebensjahr, 35 bis 45 Prozent bis zum 60. Lebensjahr und 50 bis 75 Prozent bei 70 bis 75Jährigen.
Wenn die Nieren nicht mehr funktionieren ist eine Nierenersatztherapie erforderlich. Dies ist insbesondere dann erforderlich, wenn die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Mineralstoffe, speziell von Phosphat und Calcium nicht mehr funktioniert.
Varianten einer Nierenersatztherapie
Als Nierenersatztherapie kommen in Frage:
Optimaler Beginn einer Nierenersatztherapie
Der optimale Beginn einer Nierenersatztherapie hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Wichtigstes Kriterium ist die verbliebene, aktuelle Nierenfunktion, gemessen mittels der GFR (Nierenfunktionsbestimmung).
Die Nierenfunktion wird in die Stadien von 1 bis 5 eingeteilt. In der Regel erfolgt der Eintritt in die Dialyse in dem Stadium 5 GFR < 10-15 ml/min/1.73 m2. Weiteres Kriterium ist der individuelle Allgemeinzustand. Für die Beurteilung des Allgemeinzustandes werden die folgenden Kriterien herangezogen:
- Gewichtsabnahme (Übelkeit, Erbrechen, Inappetenz)
- Gewichtszunahme (Überwässerung/weniger Urin)
- Kaliumprobleme (Die Folge davon kann zu Herzrhythmusstörungen, oder eine Übersäuerung des Blutes führen)
- Juckreiz (durch zu hohen Phosphatanteil im Blut !)
- Hoher Blutdruck (schwer einstellbar)
- Blutarmut (beim ADPKD-Patienten eher selten)
- Nieren-Blutwerte:
Anmerkung: Die einzelnen Blutwerte erläutert Ihnen bei Bedarf Ihr Arzt, nachfolgend sind die Grenzwerte angegeben.
- Kreatinin > 7 mg/dl
- Phosphat > 8 mg/dl
- Kalium > 6 mmol/l (Lebensgefahr!)
- Harnstoff > 220 mg/dl , Körpergewicht !
- Übersäuerung des Blutes
- Bicarbonat-Puffer < 15 mmol/l, pH < 7,2
- Albumin < 3 mg/dl