Der bundesweit tätige Verein PKD Familiäre Zystennieren e. V. schreibt jährlich aus:
Der Verein hat die Schwerpunkte Selbsthilfe, Prävention und Forschung für Zystennieren und setzt sich für die ca. 100.000 Menschen mit dieser Erkrankung in Deutschland ein.
Ziel des PKD-Awards
Der PKD-Award soll die Intensivierung der Forschung zu Zystennieren fördern. Es sind hierbei die Grundlagenforschung und die klinische Forschung gemeint, vor allem aber die aktuelle, therapieorientierte Forschung zur Aufklärung und Behandlung der chronischen Niereninsuffizienz bei Zystennieren (ADPKD und andere genetische Zystennierenerkrankungen). Der Preis dient gleichzeitig der Anerkennung und Förderung jüngerer Wissenschaftler und einer Bindung zum auslobenden Verein.
Was kann eingereicht werden?
Eingereicht werden können wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit Fragen und Problemlösungen auf diesem Spezialgebiet auseinandersetzen. Die eingereichten Arbeiten sollen innerhalb des deutschen Sprachraumes entstanden sein. Jede Arbeit muss auf eigenen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen und einen wesentlichen Beitrag zur Erweiterung des Standes der Wissenschaft beinhalten.
Preis
Für die bestbewertete Arbeit des Wettbewerbs, der jährlich ausgeschrieben wird, steht ein Betrag in Höhe von 2.500 Euro zur Verfügung.
Wer kann sich bewerben?
Um den Preis können sich deutschsprachige Wissenschaftler bewerben, die auf den Gebieten Nierenerkrankungen (PKD) bzw. ambulante Nierenersatztherapie in Klinik und Praxis tätig sind und die zum Ablauf der Bewerbungsfrist das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Akzeptiert werden nur wissenschaftliche Originalarbeiten in deutscher oder englischer Sprache, die in den Jahren 2011/2012 publiziert wurden oder noch unveröffentlicht sind. Ausgeschlossen sind Reviews sowie Arbeiten, die bei anderen Ausschreibungen eingereicht worden sind.
Ausschreibung zum Download (PDF,Dateigröße 98 kB)
Ausschreibung auch im Nierenportal der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie
Ausschreibung auch auf der Seite der Gesellschaft für Pädiatrische Nephrolgie
Preisvergabe 2011 an den Genetiker Prof. Bergmann
Der Förderpreis des Vereins PKD Familiäre Zystennieren e.V. wurde im Jahr 2011 erstmals ausgeschrieben und vergeben. Mit dem Humangenetiker Prof. Dr. med. Carsten Bergmann hat der PKD-Award 2011 einen würdigen Preisträger gefunden. Die hochrangig besetzte Jury hatte ihn unter den Bewerbern einstimmig ausgewählt. Prof. Bergmann erhält ein Preisgeld von 2.500 Euro. Es speist sich im Wesentlichen aus Fördermitgliedschaften von Nephrologen im Verein.
Es ist das Verdienst von Prof. Bergmann und seinem Team, erstmals mögliche genetische Erklärungsansätze für die große Variabilität unterschiedlicher klinischer Schweregrade der Zystennieren identifiziert zu haben. Diese neuen Erkenntnisse sind Gegenstand der für den PKD-Award 2011 eingereichten Arbeit mit dem Titel „Mutations in multiple PKD genes may explain early and severe polycystic kidney disease“ (übersetzt: „Mutationen in mehreren PKD-Genen als möglicher Erklärungsansatz für frühe und schwere Formen der Zystennierenerkrankung“).
Pressetext zur Preisvergabe (PDF,Dateigröße 38 kB)
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