Ein Arzt wird durch verschiedene Hinweise auf das Vorliegen einer Zystennierenerkrankung aufmerksam:
- Es liegt bereits eine Erkrankung in der Familie vor.
- Es liegen typische Symptome vor, die für eine Zystennierenerkrankung sprechen.
- Es werden im Rahmen einer anderen Untersuchung zufällig Zystennieren
festgestellt.
Folgende Symptome können auf Zystennieren hinweisen:
Frühe Diagnose für rechtzeitiges Eingreifen
Je früher eine Nierenerkrankung diagnostiziert wird, desto besser kann den Betroffenen geholfen werden. Seit Jahren stehen für die orientierende Prüfung der Nierenfunktion einfache, zuverlässige und kosteneffektive Verfahren zur Verfügung. Diese Methoden werden jedoch zu selten genutzt. Darauf weisen Experten immer wieder hin. „Mit Tests, deren Kosten im Cent-Bereich liegen, könnte bei einem großen Teil der Patienten rechtzeitig eine weiterführende Diagnostik und Behandlung eingeleitet werden", betonte etwa Professor Jürgen Flöge.
Denn der Verlauf vieler Nierenerkrankungen ist durchaus beeinflussbar. So kann das Stadium der Dialysepflicht durch intensive Allgemeinmaßnahmen wie besonders nachhaltige Blutdrucknormalisierung deutlich heraus gezögert werden. Die Realität allerdings anders aus: Viele Patienten würden dem Nieren-Facharzt zu spät vorgestellt. Die Dialyse lässt sich dann nicht mehr hinauszögern.
Zwei Verfahren
Zwei Verfahren werden routinemäßig eingesetzt, wenn ein Arzt eine Nierenstörung vermutet:
- Ein Urintest (Messung der Konzentration eines Eiweißes, des Albumins)
- Ein Bluttest (Bestimmung eines Blutparameters, des Kreatinins. Steigt sein Wert an, muss von einer Funktionsstörung der Niere ausgegangen werden.)
Aus diesen Werten kann die Nierenfunktion (GFR = glomeruläre Filtrationsrate) berechnet werden. Die GFR ist für die Abschätzung der Nierenfunktion die wichtigste Größe. mehr über die GFR
Für detaillierter Bewertungen werden verschiedene bildgebende Verfahren angewandt. Details über Bildgebende Verfahren.