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13. PKD-Symposium am 11. November 2017 in Lübeck

Collage zum Symposium

Wie entstehen Zystennieren, welche Rolle spielt das Erbgut,
was kann man tun, um die Krankheit zu beeinflussen?

Darum ging es unter anderem beim 13. Symposium des Vereins PKD Familiäre Zystennieren am 11.November in Lübeck. Rund 85 Interessierte, Betroffene und Angehörige aus der Region kamen zu dem Treffen, das von Prof. Steinhoff und seinen Mitarbeitern gemeinsam mit dem Verein PKD organisiert wurde.

Die Referenten - fast alle Ärztinnen und Ärzte des Klinikums Lübeck boten einen kompetenten und gut verständlichen Einblick in komplexe Themen, wie: Grundlagen zu Zystennieren und Begleiterkrankungen (Frau Dr. Johanna Arand), Funktionsweise und Anwendungsmöglichkeiten der Dialyse (Herr Dr. Philip Muck), Transplantation und Lebendspende (Herr Dr. Martin Nitschke) Nephrologische Rehabilitation (Herr Prof. Harald Schöcklmann). Frau Dr. Figen Cakiroglu präsentierte die neuesten Forschungsergebnisse im Bereich der Therapie mit Tolvaptan. Dabei zitierte sie auch Studien, die erst wenige Tage zuvor veröffentlicht wurden. Neu war für viele Besucher auch die Erkenntnis, dass Zystennieren nach der Transplantation einer gesunden Niere in der Regel nicht mehr weiterwachsen und teilweise sogar schrumpfen. Das kann durch eine spezielle Methode nochzusätzlich beeinflusst werden.

Allgemeine Ernährungstipps für Nierenkranke vor und während der Dialyse sowie nach der Transplantation von der Ökotrophologin Frau Sabrina Thaden rundeten das Symposium ab. Deutlich wurde dabei, dass auch die Betroffenen selbst durch ihre Ernährung (u.a. salzarm) und ihre Lebensweise (regelmäßiger Sport) den Verlauf der Krankheit beeinflussen können.

Zwischen den Vorträgen und in der Mittagspause gab es reichlich Gelegenheit, die Infostände des Vereins und von zwei Pharmafirmen zu besuchen, sowie mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Besonders das Thema Lebendspende, das von Dr. Martin Nitschke anschaulich präsentiert wurde, stieß bei den Besuchern auf großes Interesse.

Das große Engagement der Referenten, die ausgesprochen gute Verständlichkeit der Vorträge und die Bereitschaft, für Gespräche zur Verfügung zu stehen kamen bei den Besuchern sehr gut an, wie die Rückmeldung eines Teilnehmers belegt:

„Ein rundum gelungener Tag mit einer guten Themenauswahl und sehr engagierten und sachkundigen ReferentInnen."

Neben dem offiziellen Programm wurde auch die Gelegenheit genutzt, sich als Betroffene zu vernetzen und Kontakte zu knüpfen. Das 13. PKD Symposium in Lübeck war erneut ein gutes Beispiel dafür, wie es gelingen kann, Fachleute und Betroffene miteinander ins Gespräch zu bringen und unterstreicht das Motto der Uniklinik Lübeck:

„Wissen schafft Gesundheit."

Stefan Loß, Moderator der Veranstaltung