Teilen

Resultate der Studie

Teilnehmer: 232 Teilnehmer (medizisch: Probanden) mit „normaler" Nierenfunktion.
Ergebnis: Die Nierenfunktion, gemessen durch die Glomeruläre Filtrationsrate (GFR), hat sich reduziert bei jenen mit dem größten Nierenvolumen (>1500 ml).

Das gesamte Nierenvolumen hat sich vergößert über das Drei-Jahres-Intervall: + 204 ml bis 246 ml ( n= 214, P < .001) und
das gesamtes Zystenvolumen hat sich vergrößert: + 218 ml bis 263 ml (n= 210, P<.001).

Es gab eine direkte Korrelation (r=0.95, P < .001) zwischen der Änderungsrate des gesamten Nierenvolumens und der Änderungsrate des gesamten Zystenvolumens.

Die Volumenänderung in der linken Niere korrelierte direkt mit der Änderung in der rechten Niere ( r=0.67, P<.001).

Das für Patienten wichtige Ergebnis war, dass ab einem Nierenvolumen von 1,5 Litern die Nierenfunktion pro Jahr stärker nachließ.

Wie wurde die Studie durchgeführt (Studiendesign)

Langzeitbeobachtungsstudie über 3 Jahre:

1 x jährlich wurde geprüft:

  • Blutdruck,
  • 24-h-Urin (Sammlung von Urin über einen Zeitraum von 24 Stunden),
  • Blutuntersuchung,
  • Glomeruläre Filtrationsrate (GFR),
  • Ultraschall,
  • Kernspintomogramm der Nieren.

Einschluss-Kriterien:

  • Alter 15-45 Jahre,
  • Filterleistung der Nieren gemessen mit einer Kreatininclearance > 70 ml/min,
  • 2/3 der Patienten mit erhöhtem Risiko für Krankheitsfortschritt ( Bluthochdruck vor dem 35. Lebensjahr; Erhöhtes Vorkommen von Eiweiß im Urin (Proteinurie) > 300 mg/d).

Fortsetzung der Studie

CRISP 2 war die Fortsetzung der Studie über weitere 4 Jahre, um herauszufinden, wie sich die Zystenierenerkrankung über einen längeren Zeitraum unter kernspintomographischer Kontrolle entwickelt. Die Ergebnisse wurden 2010 veröffentlicht.

Weitere Informationen unter:

New England Journal of Medicine 354(20): 2122-30.