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Im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung ist der Nierenkrebs häufig ein Zufallsbefund. Die Patienten klagen im Vorfeld oft über Flanken oder Rückenschmerzen ohne erkennbaren Grund. Zudem ist der Urin verfärbt. Der sog. Nierenzellkrebs ist eine Erkrankung, die vor allem älterer Menschen betrifft. Laut Krebsregister des Robert Koch-Institutes (aktuellste Daten aus 2014) liegt das mittlerer Erkrankungsalter bei Männern bei 67 Jahren
und bei Frauen 72 Jahren. Die Statistik zeigt, dass Nierenkrebs im Vergleich zu anderen Tumorarten selten ist. 2018 haben etwa 15 000 Menschen eine solche Diagnose erhalten.
Das sind etwa 3 Prozent aller Krebserkrankungen.

Gute Prognose

Die Prognose des Nierenkarzinoms ist vergleichsweise günstig, denn 75 Prozent aller Tumoren werden in relativ frühen Stadien (T1 und T2) diagnostiziert. Dadurch ergibt sich eine gute Überlebensrate von 77 Prozent in den nächsten 5 Jahren bzw. 70 Prozent in den nächsten 10 Jahren. Bösartige Neubildungen der Niere können von verschiedenen Geweben ausgehen. Unter allen Nierentumoren im Erwachsenenalter treten die Nierenzellkarzinome (Hypernephrome) mit einem Anteil von knapp 96 Prozent am häufigsten auf.

Die genauen Ursachen sind noch unklar, jedoch gibt es eine ganze Reihe an Risikofaktoren, die das Entstehen der Erkrankung begünstigen. Hierzubzählen das Rauchen, Bluthochdruck und Übergewicht. Ebenso begünstigt eine chronische Nierenerkrankung im Endstadium das Entstehen von Tumoren. Eine weitere Rolle spielen nierenschädigende Medikamente und Entzündungen der Harnwege.

Auch ist das Risiko bei genetischen Nierenerkrankungen erhöht. Eine weitere Rolle spielen Umwelteinflüsse durch nierenschädigende Substanzen. Im Jahr 2014 erkrankten über 15 470 Personen an Nierenkrebs, von ihnen hatten 90 Prozent Nierenzellkarzinome. Im Vergleich zu allen anderen Krebsarten ist Nierenkrebs mit einem
Anteil von 3 Prozent eher selten.

Zystennieren und Krebs

Die Zystennieren werden als tumorähnliche Erkrankung angesehen, da zwischen ADPKD und Krebs viele biologische Ähnlichkeiten bestehen. Deshalb sollten sich Patienten mit polyzystischer Nierenerkrankung und ihre behandelnden Ärzte des erhöhten Risikos für Leber-, Darm- und Nierenkrebs bewusst sein. Insgesamt erkrankten die Patienten mit polyzystischen Nieren nahezu doppelt so häufig an Krebs wie die Personen der Kontrollgruppe. Erhöht war das Risiko für Leberkrebs (eineinhalbfach), Darmkrebs (etwas mehr als eineinhalbfach) und Nierenkrebs (zweieinhalbfach).

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