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Organspende rettet Leben

Die Organspende bezeichnet das zur Verfügung stellen von Organen zur Transplantation. Voraussetzung für eine Organspende ist die eindeutige Feststellung des Hirntodes. Der Hirntod des Organspenders muss gemäß dem Transplantationsgesetz von zwei dafür qualifizierten Ärzten unabhängig voneinander festgestellt werden. Sie dürfen weder an der Entnahme noch an der Übertragung der Organe des Organspenders beteiligt sein, noch der Weisung eines beteiligten Arztes unterstehen.

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Transplantationsgesetz (TPG)

Das deutsche Transplantationsgesetz (TPG) ist seit 1. Dezember 1997 in Kraft. Das im Juli 1997 vom Deutschen Bundestag mit einer großen Mehrheit verabschiedete Gesetz ist im Mai 2012 vom Deutschen Bundestag mit großer Mehrheit geändert worden. Es regelt die Spende, Entnahme, Vermittlung und Übertragung von Organen, die nach dem Tode oder zu Lebzeiten gespendet werden.

Regelungen für die Organspende

Die Voraussetzungen für die Entnahme von Organen bei Verstorbenen und Lebenden sind in genauen Regeln festgelegt. Das Gesetz sieht eine strikte organisatorische und personelle Trennung der Bereiche Organ- und Gewebespende und Vermittlung und Transplantation vor und legt damit Zuständigkeiten eindeutig fest. Für die Organ- und Gewebespende ist die DSO verantwortlich. Für die Vermittlung Eurotransplant. Zwei Ärzte müssen unabhängig voneinander den Hirntod feststellen. Durch die Aufnahme der Patienten in Wartelisten nach Regeln, die dem Stand der medizinischen Wissenschaft entsprechen, und der Anforderung, dass die Vermittlung von vermittlungspflichtigen Organen nach Regeln, die dem Stand der medizinischen Wissenschaft entsprechen, insbesondere nach Erfolgsaussicht und Dringlichkeit erfolgen muss, soll eine gerechte Verteilung von Spenderorganen gewährleistet werden.

Mehr lesen

Lebendspende

Unter bestimmten Bedingungen ist auch eine Lebendspende möglich. Der Gesetzgeber hat mit dem Transplantationsgesetz den rechtlichen Rahmen für die Organspende nach dem Tode sowie für die Lebendspende geschaffen.

Statistiken zur Organspende

Leider geht die Bereitschaft zur Organspende seit Jahren zurück. Aktuelle Statistiken veröffentlicht die DSO:

Jahresberichte

Lange Wartezeit

In Deutschland warten Jahr für Jahr über 10.000 chronisch Nierenkranke auf eine Organspende. Die Wartezeit beträgt deshalb 6 bis 8 Jahre. Die Organspende Quote in Deutschland ist verglichen mit anderen europäischen Ländern gering. Dies hat verschiedene Gründe.

Kritik an den Verteilungskriterien zur Organspende

Seit Jahrzehnten mahnen Kritiker, dass die Richtlinien zur Verteilung von Organen der Bundesärztekammer verfassungswidrig sind. Sie sind ungerecht und widersprüchlich.

"Bisher wurden die zentralen Fragen der Verteilungsgerechtigkeit von der Bundesregierung und dem Bundestag ignoriert. Das muss jetzt ein Ende haben. Wir brauchen ein neues Transplantationsgesetz, das die staatliche Verantwortung endlich herstellt.

Nur so kann Vertrauen in das Organspendesystem geschaffen werden. Falsch ist es, jetzt abzuwarten bis der BGH oder das Bundesverfassungsgericht die Politik zum Handeln zwingt. Das wäre ein weiterer Schlag für die schwerstkranken Menschen auf der Warteliste.", so der Sprecher der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

Bekundung des Willens durch Organspende Ausweis

Es ist unser Anliegen, dass durch den Organspende Ausweis Klarheit geschaffen wird, ob eine Spende nach dem Tod in Frage kommt. Wenn er nicht vorliegt, müssen im Fall eines Unfalls oder einer plötzlichen schweren Erkrankung ansonsten die Angehörigen entscheiden; der Betroffene hätte dann keine Möglichkeit mehr, sein Persönlichkeitsrecht wahrzunehmen. Der Organspende Ausweis wird an keiner offiziellen Stelle registriert oder hinterlegt. Dies ändert sich erst, wenn ein Hinweis in die Patientenkarte aufgenommen wird.

Das Ausfüllen einer Organspende Erklärung ist ein völlig unbürokratischer Akt, der kaum Mühe erfordert. Es ist auch möglich, seine Erklärung einfach nur auf einem Bogen Papier formlos festzuhalten. Eine testamentarische Erklärung wäre jedoch nutzlos, da ein Testament zu einem Zeitpunkt eröffnet wird, an dem es für eine Organentnahme zu spät ist.
Organspende ausweise sind in vielen Apotheken und Arztpraxen erhältlich. Sie können den Ausweis aber auch über das Online-Bestellformular bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung anfordern oder die Druckversion des Organspende-Ausweises auf dieser Homepage aufrufen, sie auf Ihrem Drucker ausdrucken und den Ausweis-Vordruck ausschneiden und ausfüllen.

Es ist sinnvoll, den Organspende Ausweis bei den Personalpapieren mit sich zu tragen, da in einer Unfallsituation hier als erstes nachgeschaut wird, um die Angehörigen verständigen zu können. Man kann den Ausweis aber auch bei Angehörigen oder einer nicht verwandten Vertrauensperson hinterlegen.

Videos zur Organspende

  • Organspende-Ausweis-beantragen

    So einfach beantragen Sie Ihren Organspende-Ausweis (Quelle BMGesundheit)