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Ziel des PKD-Awards

Der PKD-Award fördert die Intensivierung wissenschaftlicher Aktivitäten zu Zystennieren. Schwerpunkte sind die Grundlagenforschung, die klinische Forschung, vor allem aber die aktuelle, therapieorientierte Forschung zur Aufklärung und Behandlung der chronischen Niereninsuffizienz bei Zystennieren (ADPKD) und anderen genetischen Zystennierenerkrankungen. Der Preis dient der Anerkennung und Förderung jüngerer Wissenschaftler und einer Bindung zum auslobenden Verein.

Was kann eingereicht werden?

Eingereicht werden können wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit Fragen und Problemlösungen auf diesem Spezialgebiet auseinandersetzen. Die eingereichten Arbeiten sollen innerhalb des deutschen Sprachraumes entstanden sein. Jede Arbeit muss auf eigenen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen und einen wesentlichen Beitrag zur Erweiterung des Standes der Wissenschaft beinhalten.

Preis

Für die bestbewertete Arbeit des Wettbewerbs steht ein Betrag in Höhe von 2.500 Euro zur Verfügung. Er kann auf 2 Bewerber verteilt werden.

Wer kann sich bewerben?

Um den Preis können sich deutschsprachige Wissenschaftler bewerben, die auf den Gebieten Nierenerkrankungen bzw. ambulante Nierenersatztherapie in Klinik und Praxis tätig sind und die zum Ablauf der Bewerbungsfrist das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Akzeptiert werden nur wissenschaftliche Originalarbeiten in deutscher oder englischer Sprache, die in den Jahren 2015/2016 publiziert wurden oder noch unveröffentlicht sind. Ausgeschlossen sind Reviews sowie Arbeiten, die bei anderen Ausschreibungen eingereicht worden sind.

Einzureichende Unterlagen und Rahmenbedingungen

• Wissenschaftlicher Lebenslauf (tabellarisch),
• Beschreibung der wissenschaftlichen Arbeit, mit der die Bewerbung für den Preis angestrebt wird (maximal 2 DIN A4-Seiten), gegliedert nach: Hintergrund und Stand der Forschung, Fragestellung, methodischer Ansatz und zentrale Befunde sowie deren Bedeutung.

Bei einer Gemeinschaftsarbeit muss sich die Gruppe auf einen Preisträger einigen; ggf. kann eine Teilung des Preises von der / dem federführenden Autorin / Autor vorgeschlagen werden. Das Einverständnis der übrigen Beteiligten mit der Bewerbung sowie eine Erklärung der Mitarbeiter über Art und Umfang ihres Anteils sind beizufügen. Außerdem wird um je einen wissenschaftlichen Lebenslauf der Bewerber in Kurzform sowie um je eine Liste der bisherigen Publikationen gebeten.

In einer schriftlichen Erklärung sind die an der Arbeit beteiligten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter namentlich zu nennen, wenn dieses nicht aus der Publikation hervorgeht. Eine Erklärung der Mitarbeiter über Art und Umfang ihres Anteils ist beizufügen. Die /der federführende Autorin / Autor muss die o. g. Bedingungen erfüllen.

Die Arbeiten sind bis spätestens 01. August 2017 in einfacher Ausfertigung und in elektronischer Form (PDF) einzureichen bei:

PKD Familiäre Zystennieren e. V.
Geschäftsstelle
Karl-Kreuzer-Weg 12
64625 Bensheim

Jury / Bewertung

Die Bewertung erfolgt durch eine Jury, die vom Vorstand des Vereins berufen wird. Sie rekrutiert sich vorzugsweise aus dem medizinischen Beirat des Vereins. Die vom Verein benannte Jury kann aber weitere Mitglieder hinzu berufen. Die Jury wählt aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden des Gremiums.

Falls der Preis ausnahmsweise nicht verliehen wird, kann die Preissumme im darauf folgenden Jahr zusätzlich vergeben werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der Preis wird prominent unter der Beteiligung des Vereins, der Jury und Presseorganen verliehen. Die persönliche Teilnahme des Preisträgers an der Preisübergabe ist verpflichtend. Die Benachrichtigung erfolgt rechtzeitig.

Preisträger PKD-Award 2011

Genetiker Prof. Carsten Bergmann

Mit dem Humangenetiker Prof. Dr. med. Carsten Bergmann hat der PKD-Award 2011 einen würdigen Preisträger gefunden. Die hochrangig besetzte Jury hatte ihn unter den Bewerbern einstimmig ausgewählt. Prof. Bergmann erhält ein Preisgeld von 2.500 Euro. Es speist sich im Wesentlichen aus Fördermitgliedschaften von Nephrologen im Verein.

Es ist der Verdienst von Prof. Bergmann und seinem Team, erstmals mögliche genetische Erklärungsansätze für die große Variabilität unterschiedlicher klinischer Schweregrade der Zystennieren identifiziert zu haben. Diese neuen Erkenntnisse sind Gegenstand der für den PKD-Award 2011 eingereichten Arbeit mit dem Titel „Mutations in multiple PKD genes may explain early and severe polycystic kidney disease“ (übersetzt: „Mutationen in mehreren PKD-Genen als möglicher Erklärungsansatz für frühe und schwere Formen der Zystennierenerkrankung“).

Pressetext zur Preisvergabe (PDF,Dateigröße 38 kB)