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PKD-Forschungsstipendium über 5.000 EUR an Frau Münkner verliehen

Im Rahmen des 14. PKD-Symposiums am 03. Februar an der Uniklinik Köln hat der Verein PKD Familiäre Zystennieren e.V. der Nachwuchsforscherin Frau Lea Münkner ein Forschungsstipendium (PKD-Grant) in Höhe von 5.000 EUR übergeben.

Frau Münkner hat sich am 30. August 2017 um ein Stipendium beworben. Aufgrund des Empfehlungsschreibens von Prof. Schermer, Leiter des nephrologischen Forschungslabor der Uni Köln und weiterer Bewertungen hat der Vorstand den Förderpreis bewilligt. Wir freuen uns, daß wir den Scheck über 5.000 EUR für die Forschungsarbeiten im Rahmen des PKD-Symposiums übergeben konnten.

Der Titel der Forschungsarbeit von Frau Münkner ist: "Funktionelle Analysen zu PKD1 mit CRISPR/Cas9 basiertem Genome Engineering". Der Begriff ist im Sprachgebrauch als Genschere bekannt. Damit können Genteile ausgeschaltet, oder spezifische Mutationen eingebracht werden, um die mikroskopische Analyse, sowie die Quantifizierung der Proteine zu verbessern. Daraus könnten dann Erkenntnisse für neue Therapien entstehen.

Lea Münkner arbeitet derzeit bereits seit 2 Jahren im nephrologischen Forschungslabor der Uni Köln und untersuchte bereits zu Beginn ihrer Promotionsarbeit die Funktion verschiedener Proteine, deren Mutation die Ursache für ADPKD und NPH (das steht für eine weitere seltene Nierenerkrankung, die Nephronophthise) ist. In kurzer Zeit hat Frau Münkner sich in die Methodik des Genome Engineering eingearbeitet, die in den Medien als Genschere bekannt ist. Dabei benutzt Sie Maus- und Zellkulturmodellen für Analysen der PKD-relevanten Proteine. Dadurch hat sie neue Modelle generiert und neue Erkenntnisse gewonnen, die bereits bei der Tagung der American Society of Nephrology und der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) eingereicht wurden. Die Veröffentlichung erfolgt voraussichtlich im Herbst 2018.

"Wir erhoffen uns dadurch neue Erkenntnisse zur Pathogenese der ADPKD, die für die Entwicklung neuer und wirksamer Therapien dringend benötigt werden.", so Frau Münker in ihrem Bewerbungsschreiben.
Wir sind davon überzeugt, dass es sich bei Frau Münkner um eine äußerst würdige Kandidatin handelt. Wir freuen uns sehr, dass sie künftig auch die Arbeit unsere Patientenorganisation mit ihrem Fachwissen unterstützen möchte.